Meine Aufnahme ins RuhrTalente- Stipendium

Ich bin Lisa, 17 Jahre alt und Schülerin der Qualifikationsphase 1. Vor kurzem wurde ich in das Schülerstipendium RuhrTalente aufgenommen und möchte hier vom Bewerbungsprozess, meiner Aufnahme, meinen ersten Eindrücken und meinen Erwartungen berichten.

Bewerbungsprozess

Am Ende des letzten Schuljahres wurde ich von meiner Stufenleitung auf das Stipendium angesprochen und habe mich daraufhin mit dem Talentscout unserer Schule -Max Amareller- unterhalten. Er hat mich in einer sehr offenen und lockeren Atmosphäre hinsichtlich der Frage, ob ich für das Stipendium geeignet wäre, beraten, mir den Anstoß gegeben, mich noch kurzfristig für die letzte Frist des Jahres- im Juli- zu bewerben und mich bei diesem Prozess unterstützt. Dafür musste ich einen Bewerbungsbogen ausfüllen und ein fragengeleitetes Motivationsschreiben verfassen, in dem ich von meinen Träumen und Zielen, meinen Stärken und meinem Engagement erzählen sollte und zusätzlich erklären sollte, was mich an dem Stipendium interessiert, bzw., was ich mir von diesem erhoffe. Außerdem musste ich ein Empfehlungsschreiben einer Person einreichen, die mich gut kennt, wofür ich mich zum Beispiel an meine ehemalige Lehrerin meiner alten Schule gewandt habe. Nach Einreichen der Unterlagen war erstmal Geduld gefragt, bis ich dann Anfang August eine Einladung zum Auswahlgespräch im September erhalten habe. Bei diesem sollte ich einen kleinen Vortrag zu einem Thema halten, das mich besonders interessiert, was bei mir zum Beispiel das Erlernen von Sprachen, insbesondere französisch, war. Die Jury bestand bei mir aus drei Leuten und war wirklich mega freundlich, was mir extrem geholfen hat, die Nervosität bei Seite zu schieben und die 25 min gut zu überstehen. Auch nach diesem Schritt musste ich wieder ein bisschen warten, habe aber Ende September von meiner Aufnahme ins Programm erfahren und an den ersten Infoveranstaltungen teilgenommen.

Aufnahme

Am 11.11.25, also ungefähr anderthalb Monate später war dann die große Aufnahmefeier und Urkundenvergabe in der Lichtburg in Essen, unter Anderem durch die NRW- Schulministerin Dorothee Feller. Ich hatte schon viel Zeit, die anderen RuhrTalente kennenzulernen, mich mit ihnen auszutauschen und Fotos zu machen, bis dann die Gäste eintrafen und das offizielle Programm losging. Bei diesem konnte ich bereits tolle Einblicke in das vergangene Stipendienjahr gewinnen und habe zusammen mit den anderen neuen RuhrTalenten meine Urkunde erhalten, was ich beim anschließenden Get-together mit meinen liebsten feiern konnte.

Bei der Auftaktveranstaltung am 29.11 hatte ich dann nochmal die Chance, die neuen Talente näher kennenzulernen. In größeren und kleineren Gruppen haben wir Kennlernspiele wie „Speed dating“ oder „profiling“ gespielt, Teamchallenges gemacht und zusammen gegessen, hatten zwischen den Programmpunkten aber natürlich trotzdem Zeit für den Austausch untereinander. Wir sind an diesem Tag -wie ich finde- als Fremde angekommen und als Gemeinschaft mit vielen neuen Freundschaften wieder gegangen.

Eindrücke & Erwartungen

Der Beginn dieses Kapitels ist jetzt schon fast ein halbes Jahr her und ich kann immer noch nicht so richtig glauben, dass all das wirklich passiert ist. Ich hatte zum Beispiel schon die Chance, mit einem Laptop ausgestattet zu werden. Viel wichtiger ist aber, dass ich auf diesem Weg jetzt schon so viel mehr über mich gelernt habe, an mir selbst wachsen konnte, und schon ein großes Netzwerk mit so freundlichen Menschen aufbauen konnte und das, obwohl ich erst seit 2 Monaten im Programm bin. Das habe ich aber nicht nur dem Stipendium zu verdanken, sondern auch dem Talentscouting mit Max, welcher ganz individuell- unabhängig von so einem Stipendium, oder zum Beispiel auch Schulnoten- Unterstützung und Beratung anbietet und davon ausgeht, dass in jedem Talente schlummern!! Meine Erwartungen bezüglich des Stipendiums sind auf jeden Fall jetzt schon mehr als nur übertroffen. Für die mir verbleibende Zeit als Stipendiatin wünsche ich mir, mich durch Workshops persönlich noch mehr weiterzuentwickeln, sodass ich selbstbewusster und selbstsicherer werde, hoffe, dass ich durch spannende Exkursionen, wie einer eventuellen Sprachreise, neue Erfahrungen sammle, die auf anderem Wege gar nicht möglich wären und möchte mich weiterbilden, zum Beispiel sprachlich mit der DELF-/ oder Cambridge- Prüfung.

Ich habe zwar noch nicht an so vielen Veranstaltungen des Programms teilnehmen können, freue mich aber sehr auf die Zeit, die noch kommt und bin unfassbar glücklich, diese Möglichkeit nutzen zu dürfen, weil ich jetzt in eine ganz andere, vor allem unbekannte Welt eintauchen darf. Auch wenn ich am Anfang gar nichts wusste- weder über das Stipendium noch über das Talentscouting- gehören sie mittlerweile zu einer der besten Dinge, die mir je passiert sind!!!